| www.deutsche-marinesoldaten.de | Letzte Änderung: 02.03.2003 |
Obersteuermann der Reserve
Otto Flügel
| geboren am 17.11.1917 in Büttel /
Kreis Steinburg gestorben am 17.01.1966 in Brunsbüttel |
Beförderungen und Auszeichnungen
01.10.39 Martosengefreiter der Reserve
17.07.40 Eisernes Kreuz II.Klasse
01.10.40 Martosenobergefreiter der Reserve
21.12.41 Eisernes Kreuz I.Klasse
01.07.42 Steuermannsmaat der Reserve
17.04.43 Verwundetenabzeichen in Silber
01.05.43 Steuermann der Reserve
03.05.43 Ritterkreuz als Steuermannsmaat, Steuermann
auf dem Vorpostenboot "VP 1525" (15.Vorpostenflottille)
??.08.44 Obersteuermann der Reserve
Lebenslauf
Otto Georg Flügel kam am 1.11.38 als Rekrut zur 14. Schiffsstammabteilung. Ab 5.4.39 war er zur praktischen Bordausbildung bei der 2. Minensuch-Flottille. Am 12.09.39 wurde er auf "M 110" zur 4. Minensuch-Flottille kommandiert. Hier nahm er an Einsätzen in der Nordsee und an der Besetzung Dänemarks (Kriegsschiffgruppe 11, Thyborön) teil. Ab 2.8.40 fuhr er als Matrose an Deck auf "M 21" wieder bei der 2. Minensuch-Flottille. Hier erlitt er am 11.12.40 mit einem Durchschuß durch die rechte Schulter die erste Verwundung.
Ab dem 24.3.41 gehörte Flügel zur
M-Boot-Reserve bei der Stützpunktkompanie beim Befehlshaber der
Sicherung West. Am 26.5.41 kehrte er als Steuermannsgast zur 2.
Minensuch-Flottille an die Kanalfront zurück.
Am 30.1.42 begann für Flügel bei der 1.Kompanie der 16.
Schiffsstammabteilung der Unteroffiziers-Lehrgang. Es folgte ab
dem 1.4.42 der Steuermannsmaaten-Lehrgang an der Steuermannschule
Gotenhafen.
Es folgte am 7.7.42 ein Bordkommando bei
der 22. Minensuch-Flottille, ehe er am 4.8.42 als I. Wachoffizier
auf des Vorpostenboot "VP 1525" zur 15.
Vorposten-Flottille kommandiert wurde.
Am 16.4.43 gab es in der Seinebucht ein Nachtgefecht, bei der
"VP 1525" unter starken Beschuß geriet. Der Kommandant
fiel aus und Steuermann Otto Flügel wurde dabei der linke Arm im
Ellenbogengelenk zerfetzt. Trotz dieser schweren Verwundung
brachte er das schwer beschädigte Boot sicher nach Le Havre
zurück. "Nur ihm war die Verhinderung der Vernichtung des
Bootes zu verdanken." hieß es in der Begründung für die
Verleihung des Ritterkreuzes, die am 3.5.43 folgte. Die
Verwundung führte später zur Amputation des linken Arms.
Am 5.8.43 kam Flügel, inzwischen zum Steuermann der Reserve befördert, als Flottillen-Steuermann zur 15. Vorposten-Flottille. Vom 7.3. bis zum 6.8.44 absolvierte er den Obersteuermanns-Lehrgang bei der Navigationsschule II Gotenhafen. Vom 7.8.44 bis zum 8.5.45 kommandierte der frisch beförderte Obersteuermann ein Boot bei der Hafenschutzflottille Cuxhaven, wo er auch in englische Kriegsgefangenschaft geriet.
Otto Flügel starb am 17.1.1966 in Brunsbüttel.
Literatur:
Dörr, Manfred: Die Ritterkreuzträger der Überwasserstreitkräfte der Kriegsmarine, Biblio-Verlag Osnabrück, 1995 u. 1996 (2 Bände)
Fellgiebel, Walter-Peer: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg, 1986