| www.deutsche-marinesoldaten.de | Letzte Änderung: 02.03.2003 |
Großadmiral
Karl Dönitz
| geboren am 16.09.1891 in Grünau
bei Berlin gestorben am 24.12.1980 in Aumühle bei Hamburg |
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Beförderungen und Auszeichnungen
01.04.10 Seekadett (Ernennung)
15.04.11 Fähnrich zur See
07.06.13 Allgemeines Ehrenzeichen
27.09.13 Leutnant zur See
07.11.14 Eisernes Kreuz II.Klasse
07.11.14 Türk. s. Medaille mit Schwertern
07.11.14 Türk. Eiserner Halbmond
17.01.16 Anhalt. Friedrich Kreuz
22.03.16 Oberleutnant zur See
05.05.16 Eisernes Kreuz I.Klasse
13.03.17 Medschidie Orden IV.Klasse
24.12.17 Österr. Militärverdienstkreuz II.Klasse m.d.Kr.D.
10.06.18 Kreuz d.R.d. Kgl. Hausorden von Hohenzollern mit
Schwertern
10.01.21 Kapitänleutnant
01.11.28 Korvettenkapitän
01.10.33 Fregattenkapitän
30.01.35 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
01.10.35 Kapitän zur See
12.04.36 Ritterkreuz I.Klasse des Königlichen Schwedischen
Schwerterordens
20.08.38 Ungarischer Verdienstorden, Komturkreuz
28.01.39 Kommodore
18.09.39 Spange zum Eisernen Kreuz II.Klasse
01.10.39 Konteradmiral
20.12.39 Spange zum Eisernen Kreuz I.Klasse
20.12.39 Medaille zur Erinnerung an den 1.10.38
20.04.40 Komturkreuz des Militärordens vom Hause Savoyen
21.04.40 Ritterkreuz als KAdm., Befehlsh. der U-Boote
10.06.40 Spanisches Marineverdienstkreuz in Weiß
01.09.40 Vizeadmiral
07.11.41 Commandantore della ordine Militare de Savoyen
14.03.42 Admiral
Generaladmiral übersprungen
30.01.43 Großadmiral
06.04.43 Eichenlaub (223.) als Großadmiral,
Oberbefehlsh. der Kriegsmarine und Befehlsh. der U-Boote
07.04.43 Michael der Tapfere III. u. II.Klasse
(Rumänien)
11.09.43 Aufgehende Sonne I.Klasse (Japan)
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Lebenslauf im Überblick
01.04.10 Eintritt in die Kaiserliche Marine
im 1.Weltkrieg u.a.
01.03.18 - 04.09.18 Kdt. UC 25
05.09.18 - 05.10.18 Kdt. UB 68
05.10.18 - 12.07.19 brit. Kriegsgefangenschaft
29.09.34 Kdt. Leichter Kreuzer Emden
22.09.35 Chef 1.U-Boot-Flottille
01.01.36 Führer der U-Boote (F.d.U.)
17.10.39 Befehlshaber der U-Boote (B.d.U.)
31.01.43 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (zugl. B.d.U.)
01.05.45 - 23.05.45 Reichspräsident und Oberster Befehlshaber
der Wehrmacht
23.05.45 Verhaftung der Reichsregierung Dönitz
01.10.46 Verurteilung zu 10 Jahren Gefängnis (Nürnberg)
01.10.56 Entlassung aus dem Militärgefängnis Spandau
Lebenslauf
Folgt in Kürze
24.05.1945 - 24.12.1980: Nachkriegszeit
In den Nürnberger Prozessen versuchten die
Siegermächte vergeblich, Dönitz Kriegsverbrechen nachzuweisen.
Trotzdem wurde er am 1.10.46 zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Grund hierfür war der Passus "Vorbereitung eines
Angriffskrieges", der nach dem Zweiten Weltkrieg extra für
die Deutschen geschaffen wurde. Auf diese Art und Weise konnten
die Sieger auch unschuldige Soldaten einkerkern. Sowjetische
Generäle, die für die Angriffe auf Polen, Finnland und die
Besetzungen der baltischen Staaten verantwortlich waren, wurden
ebensowenig vor Gericht gestellt, wie die britischen
Verantwortlichen, die 1939/40 die Besetzung von Norwegen
vorbereitet hatten.
Vor dem alliierten Siegertribunal sagte Dönitz: "Mein Leben
galt meinem Beruf und damit dem Dienst am deutschen Volk. Als
letzter Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine und als
letztes Staatsoberhaupt fühle ich mich dem deutschen Volk
gegenüber verantwortlich für alles, was ich tat und
ließ."
Karl Dönitz wurde am 1.10.56 aus dem Militärgefängnis Spandau entlassen. Er lebte bis zu seinem Tod am 24.12.80 in Aumühle bei Hamburg, wo er auch beerdigt wurde.
Literatur:
Alman, Karl: Großadmiral Karl Dönitz, Vowinckel-Verlag, Berg am See 1983
Dönitz, Karl: Mein wechselvolles Leben, Musterschmidt-Verlag, Göttingen, 1968
Dönitz, Karl: 10 Jahre und 20 Tage, Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1991
Dörr, Manfred: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe, Biblio-Verlag Osnabrück, 1988 u. 1989 (2 Bände)
Fellgiebel, Walter-Peer: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg, 1986
Heuer, Gerd F.: Die deutschen Generalfeldmarschälle und Großadmirale, Erich Pabel Verlag Rastatt, 1978
Hildebrand, Hans H. / Henriot, Ernest:: Deutschlands Admirale 1849-1945, Biblio-Verlag Osnabrück, 1988, 3 Bände
Stockert, Peter: Die Eichenlaubträger 1940-1945, Verlag Friedrichshaller Rundblick, 1996
Witthöft, Hans Jürgen: Lexikon zur deutschen Marinegeschichte, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford, 1977 (2 Bände)