| www.deutsche-marinesoldaten.de | Letzte Änderung: 30.07.2001 |
Kapitän zur See
Werner Endell
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tabellarischer Lebenslauf
13.07.16 Leutnant zur See
19.03.21 Oberleutnant zur See
25.05.35 Kapitänleutnant
01.07.37 Korvettenkapitän
01.07.41 Fregattenkapitän
01.09.41 KVK II.Klasse mit Schwertern
28.09.42 Hafenkommandant Dieppe
20.01.43 Hafenkommandant Sfax / Tunesien
18.05.43 Spange zum Eisernen Kreuz II.Klasse
01.06.43 Hafenkommandant St.Malo
01.07.44 Kapitän zur See
12.08.44 Deutsches Kreuz in Gold als Kpt.z.S., Hafenkommandant
St.Malo
17.08.44 britische Kriegsgefangenschaft
18.08.44 Ritterkreuz als Kpt.z.S., Hafenkommandant
St.Malo
14.05.46 Entlassung aus US-amerikanischer
Kriegsgefangenschaft
Verleihungsdaten EK II (1.WK) und EK I sind nicht bekannt.
Lebenslauf
Am 5.3.1894 wurde Werner Endell in Berlin-Steglitz geboren. An
1.4.1914 trat er in die kaiserliche Marine ein. Nach der
infanteristischen Grundausbildung folgte die praktische
Bordausbildung auf den Großen Kreuzern "Vieneta" und
"Derfflinger". Es folgten 1915 Bordkommandos auf dem
Linienschiffen "Mecklenburg" und "Großer
Kurfürst". Auf dem Kleinen Kreuzer "Elbing" war
er von August 1915 bis Mai 1916. Im Anschluß daran folgten
weitere Kommandos auf den Linienschiffen "Elsaß" und
"Lothringen".
Im Juni 1917 wurde Leutnant zur See Endell zur VIII.
Torpedobootsflottille kommandiert. Bei der 15.
Torpedobootshalbflottille war er Wachoffizier auf den Booten
"V 182", "V 181" und "T 192". 1918
war Endell kurze Zeit I. Funkoffizier auf dem Kleinen Kreuzer
"Graudenz", bevor er im Juli 1918 als Flagg-Leutnant in
den Stab des II. Führers der Torpedoboote kam.
Am 11.11.1919 wurde Endell aus der Reichsmarine entlassen. Am
19.3.21 erhielt er noch den Charakter eines Oberleutnants zur
See.
Vom 25.2.35 bis zum 2.1.38 war Werner Endell im Reichskriegsministerium in der Marine-Wehrabteilung (AV) tätig, u.a. als E-Offizier, Sachbearbeiter und Referent (Marinewehr IC). Vom 3.1.38 am diente Endell als Stabsoffizier bei der psychologischen Prüfstelle Kiel der Marinestation der Ostsee. Ab September 1939 dann bei der Annahmestelle Flensburg-Mürwik.
Ab dem 26.6.40 führte Endell die Hafenschutzflottille Warnemünde, bevor er am 11.9.40 1.Adjutant beim Marine-Befehlshaber Kanalküste wurde.
Vom 28.9.42 bis zum 19.1.43 war Fregattenkapitän Endell
Hafenkommandant von Dieppe. In dieser Stellung unterstand er dem
Seekommandanten Seine-Somme. Bis zum 31.5.43 war Endell beim
Deutschen Marinekommando Tunesien als Hafenkommandant von Sfax.
Am 1.6.43 kehrte er an die französische Küste zurück. Hier war
er bis zu seiner Gefangennahme am 17.8.44 als Hafenkommandant von
St.Malo tätig. Noch am 1.7.44 erfolgte seine Beförderung zum
Kapitän zur See.
Nach der Invasion entbrannte im August 1944 der Kampf um die
französische Hafenstadt St.Malo. Festungskommandant war Oberst
Andreas von Aulock (551.Eichenlaub am 16.8.44).
Am 3.8. erreichte das VIII.US-Armeekorps (GenMaj. Middleton)
St.Malo und schlossen die Stadt bis zum 5.8. völlig ein. In
erbitterten Straßenkämpfen nahmen die Amerikaner die Stadt bis
zum 16.8. . Die Zitadelle fiel schließlich als letzte Bastion am
18.8.44 . Endell wurde für seine Leistungen bei der Verteidigung
am 12.8.44 mit dem Deutschen Kreuz in Gold und am 18.8.44 mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet.
Vom 17.8.44 bis zum 14.5.46 war Endell zunächst in britischer, dann in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Er starb am 23.12.1985 in Kiel.
Literatur:
Dörr, Manfred: Die Ritterkreuzträger der Überwasserstreitkräfte der Kriegsmarine, Biblio-Verlag Osnabrück, 1995 u. 1996 (2 Bände)
Fellgiebel, Walter-Peer: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg, 1986
Piekalkiewicz, Janusz: Invasion, Bertelsmann Gütersloh
Scheibert, Horst: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg